Mehr Informationen http://www.amnesty-iran.de/

 

Sie glauben nicht, dass Fußball und Menschenrechte viel miteinander zu tun haben? Im Iran schon. Fußball und Frauenrechte? Im Iran ganz besonders.

Das Eindringen der Frauen in diese "Männersportart" war weltweit ein Schritt auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung. Und die kam im Fußball auch in Deutschland recht spät. Bis 1970 war Frauenfußball vom Deutschen Fußballbund sogar verboten! Jetzt, gut 40 Jahre später, findet in Deutschland die Frauen-Fußball-WM statt.

Nicht dabei ist die Mannschaft des Iran. Selbst wenn sie sich sportlich qualifiziert hätte, dürfte sie nicht teilnehmen. Nicht weil die iranische Regierung den Frauen das Fußballspielen verbietet. Das tat sie zwar nach der Islamischen Revolution im Iran von 1979 bis 1996 und auch heute behindert sie es nach Kräften, aber inzwischen haben sich die Frauen zumindest das Recht erkämpft, Fußball spielen zu dürfen. Sie dürfen es aber im Iran nur, wenn keine männlichen Zuschauer anwesend sind (umgekehrt dürfen Frauen auch nicht bei Spielen der Männer zuschauen). Und sie müssen "korrekt islamisch" gekleidet auflaufen: mit Kopftuch und weiten Trainingsanzügen.

Diese harte Einschränkung durch die iranischen Behörden wird den Frauen bei internationalen Turnieren zum Verhängnis: Laut FIFA-Regeln darf die Spielkleidung nämlich "keine politischen, religiösen oder persönlichen Botschaften aufweisen". Und der islamische "Hijab", also die vorgeschriebene Verhüllung, sei eine religiöse Botschaft. Durch diesen Konflikt zwischen den Vorschriften geraten die iranischen Fußballerinnen ins Abseits.

Die FIFA tut den Bemühungen der Frauen um mehr Gleichberechtigung im Iran damit keinen Gefallen. Das Spiel der iranischen Frauenfußballerinnen gegen einen Verein aus Berlin im Jahr 2006 in Teheran löste unter iranischen Frauen große Begeisterung aus. „Neunzig Minuten Freiheit“ lautete der Titel eines Berichts darüber in der FAZ. Der Regisseur Ayat Najafi dokumentierte das Ereignis in dem Film „Football under cover“, der bis heute im Iran verboten ist. Auch das „Rückspiel“ in Berlin durfte nicht stattfinden – die iranischen Behörden verweigerten den Frauen die Ausreise.

Im selben Jahr, 2006, kam der Spielfilm "Offside" des iranischen Regisseurs Jafar Panahi in die Kinos. In ihm zeigt er, wie Frauen sich, als Männer verkleidet, in ein Fußball-Stadion "schmuggeln" und daraufhin verhaftet werden. Das ist im Film zwar Fiktion, aber etwa 100 Frauen hatten bei einem Länderspiel der iranischen Männer-Nationalmannschaft 2005 gegen Bahrain tatsächlich versucht, ins Stadion einzudringen. Jafar Panahi ist inzwischen im Iran wegen „Propaganda gegen das System“ zu 6 Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt worden.

Das "Recht auf Fußball" ist aber nur ein kleiner Teil des Kampfes iranischer Frauen für Gleichberechtigung.

 

Hier gehts zum Flugblatt mit Aktionsaufruf zur Unterstützung der Kampagne für Gleichberechtigung

 

Mit Fußball für Menschen- und Frauenrechte im Iran

Ein Aufruf für die Gleichberechtigung!

Eine Initiative von TERRE DES FEMMES

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CHANCE UND AUSWEG AUCH FÜR MÄDCHEN UND FRAUEN

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