Integrationsprojekt http://www.fussball-ohne-abseits.de/

RECHT AUF BEWEGUNG(SFREIHEIT)!

Das Oberverwaltungsgericht NRW in Münster hat zwar 2009 entschieden, dass muslimische Mädchen im Grundschulalter grundsätzlich keinen Anspruch auf die Befreiung vom Schwimmunterricht mit Jungen haben und verwies darauf, dass es zumutbar sei, "eine den islamischen Bekleidungsvorschriften entsprechende Schwimmkleidung zu tragen". In der Realität bedeutet dies, dass die jungen Mädchen Burkinis tragen müssen, was ebenso zu Ausgrenzung führt. Burkinis schränken die Bewegungsfreiheit ein, sind unhygienisch und führen sicherlich nicht dazu, dass Mädchen gerne Sport treiben.

Das Verhüllungsgebot (u.a. Kopftuch) für islamische Frauen ist ein Symbol einer patriarchalisch fundierten Geschlechterhierarchie, d.h. der Vormundschaft des Mannes über die Frau. Damit ist das Kopftuch für TERRE DES FEMMES kein religiöses Symbol, wohl wissend, dass es u. a. auch aus persönlicher und religiös begründeter Motivation getragen wird. Wir beobachten an Schulen, dass vermehrt Druck auf Mädchen ausgeübt wird, das Kopftuch zu tragen. Deshalb setzt sich TERRE DES FEMMES dafür ein, dass alle Schülerinnen die Pflicht haben, ohne Kopftuch und Burkini am Sport- und Schwimmunterricht teilzunehmen.

Die Teilnahme am Schulsport für alle Mädchen mit Migrationshintergrund ist auch deshalb so wichtig, weil Erfahrungen gezeigt haben, dass sie über den Schulsport überhaupt erst an die sportliche Betätigung herangeführt werden. Sport ist eine Möglichkeit zur sozialen Integration. Das zeigt das beispielhafte Modellprojekt "Fußball ohne Abseits – Soziale Integration von Mädchen durch Fußball". Für Jungen mit Migrationshintergrund ist es, im Gegensatz zu den Mädchen, durchaus normal, im Fußballverein Sport zu treiben. Bei den Mädchen gilt es, Barrieren zu überwinden und die Eltern müssen überzeugt werden. Das gelingt am besten, wenn das Angebot über die Schule vermittelt wird und auch durch z. B. die Einbindung von Müttern. So wurden von 2006 bis 2010 etwa 2000 Mädchen mit Migrationshintergrund erfolgreich an den Fußballsport herangeführt.

Die Kampagne "Frau in Bewegung" möchte diese positiven Entwicklungen bekannt machen und fördern. Unser Ziel sind starke, selbstbewusste und fröhliche Mädchen und Frauen.

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